Hochbegabte
Das Gymnasium BZB fördert in seinen Kleinstklassen hochbegabte Schüler zusammen mit Normalbegabten. Dies begünstigt ihre soziale Integration. Insbesondere wird der Nimbus des Strebertums nicht betont, was das Lernen entspannt und versachlicht.
Jeder Schüler wird beim Eintritt ins BZB seinen Fähigkeiten und Vorkenntnissen entsprechend eingeteilt. Die Ausbildung wird so bedarfsgerecht und individuell gestaltet. Alle Lehrer sind jederzeit in der Lage, auf den spezifischen Wissensdurst Hochbegabter einzugehen.
Hinzu kommt die Option, Einsicht in die Differenzen zwischen deren Leistungsvermögen und dem jugendlichen Reifeprozess zu gewinnen und die Didaktik darauf abzustimmen. Somit verzichtet das BZB darauf, auf Kosten der gesamtheitlich menschlichen Förderung der Sonderbegabten Übermenschen heranzuzüchten. Wir können uns aufgrund unserer mehrjährigen Erfahrung reine Hochbegabtenklassen oder gar eine reine Hochbegabtenschule nicht vorstellen.
Das Angebot am BZB für Hochbegabte
- Klasseneinstufung, die in der Regel über der altersüblichen Einstufung in der staatlichen Schule liegt. Das Maturziel kann so in kürzerer Zeit erreicht werden.
- Kurzfristiger Übergang zu Einzelunterricht, der den Stoff aufarbeitet oder das Lerntempo im Sinne der Zielvereinbarung steigert.
- Die Lehrer können sich so auch den arbeitstechnischen Bedürfnissen der Hochbegabten widmen. Sollte es hilfreich sein, so wird externe, professionelle Unterstützung hinzugezogen.
- Aufenthalt in einem Fremdsprachengebiet, teilweise während der Schulzeit, etwa als Belohnung für gute Arbeitshaltung.
Aufgrund der mehrjährigen Erfahrung mit hochbegabten Schülern hat sich bei Lehrerschaft und Schulleitung die anfängliche Vermutung bestätigt, wonach den Bedürfnissen wirklich Hochbegabter nur Rechnung getragen werden kann, wenn eine spezielle Schulung und Begleitung für sie bereits im Primarschulalter beginnt und wenn vermieden wird, dass bereits im Kindergarten der heute auf dieser Stufe immer mehr sich verbreitende Leistungsdruck ausgeübt wird. In diesem Zusammenhang kann davon ausgegangen werden, dass mit heutigen Diagnosemethoden die Begabung im Schuleintrittsalter verlässlich festgestellt werden kann.
«Schulische Hochbegabung» kann nach unserer mehrjährigen Erfahrung nur gefördert werden, wenn alle im folgenden aufgelisteten Faktoren überdurchschnittlich ineinander greifen, wobei unseres Erachtens neben Punkt 1 vor allem Punkt 4 die grösste Bedeutung zukommt:
Innere Faktoren:
– 1. überdurchschnittliche Fähigkeiten
– 2. überdurchschnittliche Motivation
– 3. überdurchschnittliche Kreativität
Äussere Faktoren:
– 4. Familie
– 5. Schule
– 6. Gleichaltrige
Neben der schulischen Hochbegabung müssen überdurchschnittliche sportliche Fähigkeiten sowie überdurchschnittliche künstlerische Fähigkeiten (Musik, bildende Kunst) genannt werden.
Das BZB kann hier – allerdings in anderer Form – auch darauf eingehen. Wenn der bei wirklich hochbegabten Jugendlichen verbreitete soziale Misserfolg frühzeitig aufgefangen werden kann, sollten sie später gar nicht oder zumindest weniger verhaltensauffällig werden. Unabdingbar ist in diesem Zusammenhang die Beratung und Begleitung der Eltern. Verschiedene (auch alternative) Schulen haben all dies ebenfalls erkannt. Weil sie jedoch alle nur einer pädagogisch-didaktischen Richtung verpflichtet sind, sind sie letztlich nicht in der Lage, überragend leistungsstarke Kinder auf unsere Leistungsgesellschaft vorzubereiten.
Das BZB hat hier einen Ausweg gefunden. Es integriert Ideen von anderen Schulsystemen und bindet diese in seine eigene, seit Jahren erfolgreiche Philosophie ein, wonach Hochbegabte immer mit normal begabten Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden.
